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Italiens Natur

Italien ist auf der Landkarte sofort an der weltbekannten Stiefel-Form zu erkennen. Umgeben von Adria und Mittelmeer wartet dieses Land von den Alpen im Norden bis nach Kalabrien im Süden mit zahlreichen geographischen und klimatischen Unterschieden auf.

Po, Etsch, Arno und Tiber sind die längsten Flüsse Italiens. Die größten italienischen Seen sind der Gardasee, der Lago Maggiore, der Comer See, der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno. Auf italienischem Boden erheben sich die größten „lebenden“ Vulkane Europas: der Vesuv bei Neapel und der Ätna auf Sizilien.

Durch seine gebirgsreiche Landschaft und die lang gestreckte Ausdehnung bietet Italien unterschiedliche Klimazonen von alpin bis subtropisch. Entlang der Küsten von Genua bis Palermo und von Venedig bis Brindisi sind die Sommer warm und trocken, die Winter regnerisch und mitunter auch recht kalt

Zehn Prozent der Landesfläche Italiens stehen unter Naturschutz. Zu den zahlreichen Nationalparks des Landes gehören unter anderem Alta Murgia, Gran Paradiso, Appennino Tosco-Emiliano, Cinqueterre, die Belluneser Dolomiten, die Wälder des Casentino, die Halbinsel Gargano, Monti Sibillini, Val Grande und Vesuvio.

Nur etwa ein Drittel der gesamten Landesfläche ist Flachland. In der Längsachse wird Italien von den Appeninen durchzogen. In den italienischen Alpen trifft man bis in eine Höhe von 1800 Nadel- und Laubwälder an. In höheren Lagen sind alpine Matten und Rasen verbreitet. In den südlichen Landesteilen wachsen vor allem Dattelpalmen, Mandel-, Feigen- und Granatapfelbäume, ja sogar Zuckerrohr und Baumwolle. Während an den niedrigeren Hängen der Apenninen Eichen und Zypressen gedeihen, finden in den höheren Lagen eher Pinien- und Tannenwälder ideale Wachstumsbedingungen.

Das Land hat ebenso eine reiche Fauna zu bieten. In den italienischen Alpen leben Luchse, Gemsen, Murmeltiere und Schneehasen, in den Abruzzen sind sogar noch Braunbären und Wölfe beheimatet. Rosa Flamingos finden auf Sardinien ideale Lebensbedingungen, und in Feuchtbiotopen sind zahlreiche Reiherarten zuhause. Auf Sizilien gibt es Chamäleons und in einzelnen Gebieten auch Skorpione. Eidechsen und Schlangen sind eine willkommene Beute für Adler, Bussarde, Falken, Milane und Schmutzgeier, die am Himmel über Italien ihre Kreise ziehen.