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Italiens geschichte

Italien zählt schon seit der Antike zu einer der wichtigsten Kultur- und Kunstregionen. Bereits bei den Etruskern wurden ansehnliche Kunstwerke mit griechischem Einfluss hervorgebracht. Auch die berühmte Bucchero Keramik wurde von diesen frühen Bewohnern Italiens hergestellt und gehandelt.

Das römische Reich führte kulturhistorisch gesehen zu einer unglaublichen Entwicklung. Aus einem Land, das von etruskischen Herrschern regiert wurde, entwickelte sich im 5. Jahrhundert v. Chr. eine Republik, deren Fortschritt und Wissen noch heute beeindruckt. Unter Rom erlebten Kunst und Literatur eine nie gekannte Blüte. Große Dichter wie Vergil und Catull gingen aus dem Imperium hervor. Auch das Theater spielte in der römischen Antike bereits eine wichtige Rolle. Schauspiele dienten zur Kritik an den Machthabern ebenso, wie zur reinen Belustigung des Volkes. Architektur und Kunsthandwerk dienten den späteren römischen Kaisern als Aushängeschild. Große Paläste und enorme Statuen oder Tempel sollten vom Reichtum der Herrscher zeugen und ihren Ruhm verkünden.

Auch nach der Antike war Italien immer wieder Geburtsstätte bedeutender Künstler und Denker. Die Renaissance nahm im späten 14. Jahrhundert ausgerechnet in Italien ihren Anfang und sollte hier auch in Florenz ihre „kulturelle Hauptstadt“ finden. Skulpturen von Donatello und architektonische Meisterwerke von Brunelleschi zeugen noch heute von den künstlerischen Himmelsflügen der Frührenaissance. Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ wurde zu einem Meilenstein der italienischen und europäischen Literaturgeschichte.
In der Hochrenaissance verlagerte sich das kulturelle Zentrum Italiens nach Rom, wo Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael zwischen 1490 bis 1520 ihre größten Meisterwerke schufen.

Zu den wichtigsten Förderern der Kunst und Literatur gehörte die Familie der Medici, allen voran Lorenzo de Medici, auch „Il Magnifico“- der Prachtvolle genannt. Schon Sandro Botticelli zählte zu seinen Schützlingen. Wie vor ihm Cosimo, unterstütze auch Lorenzo den Kreis der Florentiner „Platoniker“ der wichtigen Einfluss auf den späteren Humanismus nahm. Lorenzo selbst verfügte über ein beachtliches literarisches Talent und verfasste Poesie in seiner Landessprache. Der Architektur war er ebenfalls zugetan; an der Planung der Kirche „San Salvatore al Monte“ war Lorenzo selbst beteiligt.

Auch musikgeschichtlich betrachtet spielte Italien eine wichtige Rolle. Giuseppe Verdi, Alessandro Scarlatti und Giacomo Puccini setzten neue Maßstäbe im Bereich der klassischen Musik. Heute ist Italien vor allem für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt. Die Italiener haben das Kochen zu einer wahren Kunst erhoben und zelebrieren es wie kaum eine andere Nation. Von Botticelli bis zur Pizza ist die kulturgeschichtliche Entwicklung Italiens spannend und einzigartig. Kaum ein anderes Land kann mit dieser Fülle an herausragenden Denkern und Künstlern mithalten.